Aufregung

8.000-Quadratmeter-Zirbenwald soll für Luxus-Chalets weichen

Menschen spazieren auf einem zugefrorenen See vor einem verschneiten Hotel in den Bergen.
© Getty Images
"Völlig aus der Zeit gefallen" urteilen die steirischen Grünen, auch Nachbarn haben Einspruch erhoben. Fürst Schwarzenberg sieht es anders. Die Familienstiftung hat die Rodung schon beantragt.
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Naturschützer sind geschockt: Die Schwarzenbergsche Familienstiftung will mitten in einem geschützten Zirbenwald eine Fläche von 8.000 Quadratmetern roden lassen. Sieben neue Luxus-Chalets sollen direkt in der idyllischen Jägerwirtsiedlung, nur einen Katzensprung vom Turrachsee entfernt, gebaut werden.

Gegen diese Projekt formiert sich jetzt Widerstand. Nachbarn und Ferienhausbesitzer gehen bereits auf die Barrikaden und haben offiziell Einspruch gegen die Rodung eingelegt.

Blick auf den Turracher See mit umliegenden Wäldern und Gebäuden am Ufer.
Herbstlicher blick auf den Schauplatz. © Getty Images

Auch die Politik schaltet sich ein. Die Grünen laufen Sturm gegen die Pläne: Kontrollsprecher Lambert Schönleitner wettert, das Projekt sei "völlig aus der Zeit gefallen", warnt vor der Zerstörung der Natur und spricht von reinen "Kapitalanlagen", die der Region nichts bringen.

Behörde beschwichtigt: "Kein Kahlschlag"

Die zuständige Bezirkshauptmannschaft Murau versucht zu beruhigen: Es sei kein radikaler Kahlschlag geplant. Stattdessen sollen die Zirben im betroffenen Areal nur einzeln entnommen werden, um Platz für die Hütten zu machen.

Das forstrechtliche Verfahren läuft bereits.

Erstaunlich: Bei der Gemeinde Stadl-Predlitz liegt bis jetzt noch nicht einmal ein konkretes Bauprojekt vor. Bürgermeister Johannes Rauter kündigt jedenfalls genaue Prüfungen an, sobald die Pläne auf dem Tisch liegen.

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