Insgesamt gibt es 113 Geschäfte in Deutschland und Österreich. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Lübbecke in Nordrhein-Westfalen. Das Amtsgericht Bielefeld hat dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung bereits stattgegeben.
Geschäfte bleiben vorerst geöffnet
Für Kunden soll sich zunächst wenig ändern. Die Filialen und der Onlineshop bleiben weiterhin geöffnet. Auch Gutscheine behalten laut Unternehmen ihre Gültigkeit. Retouren und Reklamationen sollen wie gewohnt bearbeitet werden.
Mit dem Verfahren in Eigenverwaltung will Liberty Woman eine Sanierung ermöglichen und das Unternehmen langfristig retten. Dabei wird die Geschäftsführung von Experten unterstützt. Als vorläufiger Sachwalter wurde der Fachanwalt Hans-Joachim Berner eingesetzt.
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Schwache Nachfrage belastet Modekette
Als Gründe für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen gegenüber BILD mehrere Probleme. Der Modehandel kämpfe mit einem schwierigen Marktumfeld und weniger Kunden in den Geschäften. Dazu komme die schwache Nachfrage nach Herbst- und Wintermode aufgrund des ungewöhnlich warmen Herbstes.
Geschäftsführer Oliver Lübbenjans will die Marke neu aufstellen. Ziel sei es, das Sortiment zu stärken, die Kundennähe zu erhalten und wirtschaftlich tragfähige Strukturen zu schaffen. Besonders die persönliche Beratung in den Filialen soll bestehen bleiben.
Seit 50 Jahren am Markt
Liberty Woman wurde 1976 gegründet und eröffnete damals das erste Geschäft in Herford. 1979 übersiedelte der Hauptsitz nach Lübbecke. Seit 1990 konzentriert sich das Unternehmen ausschließlich auf Damenmode.
Ob alle 113 Filialen langfristig erhalten bleiben können, ist derzeit offen. Die Insolvenz in Eigenverwaltung soll nun den Weg für eine Sanierung ebnen.
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