Initiative. „Feigheit bringt uns nicht weiter“, sagte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner im oe24.TV-Interview nach ihrem Parteitagsergebnis. Die nur 75 Prozent hätten sie „überrascht“, auch weil ihr niemand direkt gesagt habe, er „könnte es besser“. Wenn aber niemand aufstehen wolle, solle man sie „arbeiten lassen“.
Allerdings sagt die SPÖ-Chefin auch, dass das Ergebnis „aufgearbeitet“ gehöre. Das heißt zunächst eine Analyse, wie das Ergebnis wirklich passiert sei. In der roten Welt geht man davon aus, dass von den Streichungen rund 10 Prozentpunkte eine innere Unzufriedenheit gewesen seien. Die übrigen 15 Prozentpunkte aber „organisiert“ worden seien. Jene, die verdächtigt werden – etwa die SPÖ Burgenland, Ex-Bundesgeschäftsführer Max Lercher und Niederösterreichs Franz Schnabl –, dementieren das bekanntlich allesamt. Dass sie das Gegenteil von Fans von Rendi-Wagner sind, ist in der SPÖ allerdings bekannt.
Ludwig will bei der Aufarbeitung helfen
Mahnung. Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig und Nationalratspräsidentin Doris Bures wollen Rendi-Wagner bei der Aufarbeitung helfen und vor allem die Krise der SPÖ rasch stoppen.
Sie appellieren auch hinter den Kulissen, die „Nabelschau zu beenden“. Auch, weil das Lager der Gegner von Rendi-Wagner „immer noch nicht oder schon wieder keinen Alternativ-Kandidaten präsentiert“, wie es ein Roter ausdrückt.
Rendi-Wagner selbst könnte aber sehr wohl auch ein Zeichen setzen und die Partei leicht umbauen. Geschäftsführer Christian Deutsch könnte Organisationschef werden, dafür könnte aber ein neuer/eine neue Bundesgeschäftsführer/rin installiert werden. Diese/r solle dann die Kommunikation nach innen und außen „verbessern“, sagt ein SP-Spitzenmann.
Isabelle Daniel
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