Wien Wahl
Wer tritt in Wien an? ÖVP-Kandidatenwahl im Schatten der Anklage
In der Wiener ÖVP fällt heute hinter verschlossenen Türen die Entscheidung, welche Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 27. April ins Rennen geschickt werden. Dabei fällt die Sitzung in eine turbulente Zeit für die Volkspartei, die laut Umfragen bei gerade einmal 13 Prozent der Stimmen hält.
Spannend ist die Kür vor allem vor dem Hintergrund, dass Parteichef Karl Mahrer jüngst mit einer Klage in der Causa Wienwert konfrontiert wurde. Er sieht sich trotz der Vorwürfe aber fest im Sattel. Hinzu kommt der Rückzug von Klubchef Markus Wölbitsch, der aus freien Stücken aus dem Vorwahlkampf scheidet. Ebenso nicht mehr auf der Kandidatenliste aufscheinen wird Peter Eppinger, ehemaliger Moderator und Sprecher der Bewegung des Ex-Kanzlers Sebastian Kurz.
Die Stimmung ist und bleibt also angespannt, nicht zuletzt wegen einer weiteren Personalie: Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck übte zuletzt öffentlich Kritik an der Klage gegen Mahrer: Die Partei könne nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, verlautbarte er in der Presse. Spitzenkandidat für die Wien Wahl wolle auch er nicht sein, zumal er sich selbst gerade in den Vorbereitungen zur Wirtschaftskammer-Wahl im März befindet.
Auch wenn heute intern noch heftig diskutiert werden dürfte, wird die ÖVP ihre endgültige Kandidatenliste erst am Montag öffentlich präsentieren.
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