Absoluter Tiefpunkt
War’s das? Impfung wird zum Ladenhüter
Wien. Seit Wochen bewegt sich beim Impfen in Österreich kaum noch etwas. Die Republik bleibt Schlusslicht der West-EU-Staaten und liegt mit 60 Prozent vollständig Geimpfter auch unter dem EU-Schnitt. Portugal hat hingegen bereits 85 Prozent vollständig geimpft – und 98 (!) Prozent der impfbaren Bevölkerung.
Tief. Am Sonntag kam es mit nur 1.600 Impfstichen in Österreich zu einem neuen Tiefpunkt. Quer durch Österreich – geöffnete Phiolen müssen innerhalb weniger Stunden verimpft werden – kommt es damit auch zum Ablaufen und Wegwerfen von Vakzinen.
Am erfolgreichsten ist derzeit dasBurgenland mit knapp 68,5 Prozent. Dort sollen bis Mitte November 80 Prozent geschafft werden. Durch die 2-G-Regel in der Nachtgastronomie ging zumindest in Wien in den vergangenen Tagen die Impfbereitschaft nach oben. Die Bundeshauptstadt sollte demnächst 60 Prozent schaffen, ist aber weit von den nötigen 80 Prozent entfernt.
Besonders schlechte Quote in OÖ und Kärnten
Abgeschlagen. Oberösterreich ist mit nur 56 Prozent dasSchlusslicht in Österreich, gefolgt von Kärnten mit 57,5 Prozent. Tirol, dasim März ein EU-Sonderkontingent von 100.000 Impfdosen erhalten hatte, schafft ebenfalls nur 59 Prozent.
In Portugal soll der Erfolg durch eine völlig entpolitisierte Impfkampagne – ein pensionierter General übernahm sie – gelungen sein.
3-G-Plan. In Österreich hofft die Regierung, mit 3G am Arbeitsplatz – die Regelung soll demnächst kommen – die Impfquote noch steigern zu können. Und tröstet sich damit, dass östliche EU-Staaten noch schlechter liegen würden.
Impffortschritt im Europavergleich
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