Wirte fordern Gastro-Öffnung

"Ins Lokal mit Test wie beim Friseur"

Wirte
© TZOe Artner/Wolfgang Wolak/all/Fotomontage
Viele Betriebe sind gefährdet. Seit 15 Wochen dürfen Wirte keine Gäste bedienen.
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Wien. Die Gastronomen sind verzweifelt. „Wenn wir nicht bald aufsperren können, brauchen wir wieder mehr staatliche Hilfen“, sagt Multi-Gastronom Berndt Querfeld (Café Landtmann, Museum...). Die meisten Betreiber beklagen das Ende des Umsatzersatzes seit Dezember 2020. „Die Lage für die Wirte wird immer dramatischer, es geht um Existenzen“, so auch Gastronomie-Sprecher Mario Pulker von der Wirtschaftskammer.

  • Mini-Hoffnung: Gastgärten. Im allerbesten Fall können Lokale ab dem 15. März ihre Gastgärten öffnen. Einige planen schon fix damit. Karl Kolarik vom Schweizerhaus im Wiener Prater etwa: „Im Freien ist die Ansteckungsgefahr ­ohnehin gering.“ Freilich: Hier haben 1.800 Gäste im Freien Platz, die meisten Wirte ­haben aber nur ein paar ­Tische am ­Gehsteig.
  • Nicht wirtschaftlich: „Das wäre für uns nur die halbe Lösung. Problem: Wenn wir offen haben, muss das Unternehmen wirtschaftlich laufen. Dafür bräuchten wir Schönwetter, doch davon gibt es im März eventuell nur zwei bis drei Stunden am Tag“, sagt Querfeld zu ÖSTERREICH.
  • „Alles oder nichts“: Gert Kunze, Betreiber des Traditions-Cafés Eiles, ist strikt ­dagegen: „Alles oder gar nichts. Die Zeit zum Aufsperren ist überreif. Spätestens am 15. März sollen wir öffnen. An den Corona-Zahlen ändert sich doch nichts.“
  • App für Test: Friso Schopper, Gastgeber in der Champagner-Bar Dosage: „Von mir aus soll anfangs nur die Tagesgastronomie aufsperren. Hinein dürfen dann nur Leute, die einen negativen Test vorweisen. Eine eigene App soll anzeigen, wie lange der Test gültig ist.“

Die Lokalbesitzer fordern Planungssicherheit. Seit 2. November haben sie geschlossen. „Das Vertrösten um immer zwei Wochen ist nicht mehr vertretbar“, so Mario Pulker von der Wirtschaftskammer.

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