Richtige Abwehr
Warum Sie bei Wespen NIEMALS pusten oder fuchteln dürfen
Im Sommer werden Kaffeetafeln und Grillabende im Freien oft von ungebetenen Gästen gestört: Wespen belagern süße Speisen und Fleisch. Um die lästigen Insekten loszuwerden, machen viele Menschen intuitive Fehler wie Anpusten oder wildes Herumfuchteln, die die Situation jedoch massiv verschlimmern.
Auch interessant
Warum Anpusten die Wespen erst recht aggressiv macht
Wenn sich eine Wespe dem eigenen Kuchen oder dem Saftglas nähert, ist die erste Reaktion vieler Menschen ein kräftiges Pusten. Doch genau das ist einer der größten Fehler, den man im Umgang mit den Insekten begehen kann. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das im menschlichen Atem enthaltene Kohlendioxid (CO2) für Wespen als absolutes Alarmsignal gilt.
In der Natur signalisiert eine erhöhte CO2-Konzentration den Insekten die Anwesenheit eines potenziellen Feindes oder Nesträubers. Sobald die Wespe die ausgeatmete Luft registriert, schaltet sie sofort in den Angriffsmodus. Anstatt die Flucht zu ergreifen, wird das Tier extrem aggressiv und die Wahrscheinlichkeit für einen schmerzhaften Stich steigt rapide an. Wer also pustet, provoziert einen Angriff geradezu.
Wildes Herumfuchteln signalisiert Bedrohung
Ein weiterer, weit verbreiteter Fehler ist das hektische Schlagen mit den Händen oder das wilde Herumfuchteln in der Luft. Auch diese Reaktion bewirkt das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich beabsichtigt ist. Für die Wespe wirken die schnellen, unvorhersehbaren Bewegungen wie ein direkter Angriff.
Die wichtigsten Fehler und ihre Folgen im Überblick:
- Hektisches Schlagen: Die Wespe fühlt sich in die Enge getrieben und verteidigt sich durch einen Stich.
- Töten der Insekten: Das Erschlagen einer Wespe setzt Pheromone (Duftstoffe) frei, die weitere Artgenossen anlocken und aggressiv machen.
- Anpusten mit Atemluft: Das enthaltene CO2 signalisiert Gefahr und versetzt die Wespe in Alarmbereitschaft.
Daher gilt als oberste Verhaltensregel in der Nähe der Tiere: Ruhe bewahren. Langsame Bewegungen irritieren die Wespen nicht und führen meist dazu, dass sie nach kurzer Zeit von alleine weiterziehen.
Die besten Tipps zur effektiven Abwehr
Um Wespen gar nicht erst an den Tisch zu locken, helfen einfache, aber wirkungsvolle Präventivmaßnahmen im Alltag. Die richtige Vorbereitung ist hierbei der beste Schutz vor den ungebetenen Gästen.
Hier sind die besten Methoden zur sanften Wespenabwehr:
- Nahrungsmittel abdecken: Decken Sie Kuchen, Fleisch, Käse und süße Getränke im Freien stets konsequent ab.
- Strohhalme verwenden: Kinder sollten süße Getränke nur mit einem Strohhalm trinken, um ein versehentliches Verschlucken einer Wespe zu verhindern.
- Mund abwischen: Nach dem Essen sollten insbesondere bei Kindern der Mund und die Hände gründlich abgewischt werden.
- Bunte Kleidung vermeiden: Gelbe und bunte Kleidung zieht die Insekten optisch an, weshalb im Garten neutrale Farben vorteilhafter sind.
Sprühflasche als Geheimtipp: Der Regen-Trick
Ein bewährter und für das Tier völlig unschädlicher Trick ist der Einsatz einer feinen Sprühflasche, die mit klarem Leitungswasser gefüllt ist. Wenn sich eine Wespe dem Tisch nähert, sprüht man einen feinen Wassernebel in ihre Richtung. Das Insekt denkt dadurch, es fängt an zu regnen. Da Wespen bei Regen sofort den Rückzug in ihr Nest antreten, fliegen sie meist umgehend davon.
Wichtig ist hierbei, dass die Sprühflasche zuvor gründlich gereinigt wurde und keine chemischen Rückstände von Reinigungsmitteln enthält, um die Tiere nicht zu verletzen. Mit diesen einfachen Verhaltensregeln lässt sich die Sommerzeit im Freien ganz ohne schmerzhafte Stiche genießen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden