Der Polarwirbel über der Arktis zeigt Ende Oktober eine ungewöhnliche Entwicklung. Er schwächt sich ab und verformt sich deutlich. Das könnte auch das Wetter in Österreich beeinflussen: Je nachdem, wie sich Hoch- und Tiefdruckgebiete positionieren, sind im November sowohl Kaltluftvorstöße als auch ungewöhnlich milde Phasen möglich. Ein früher Wintereinbruch mit Schnee bis in tiefere Lagen ist denkbar, aber keineswegs sicher.
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Arktische Kaltluft
Normalerweise verstärkt sich der Polarwirbel im Herbst. Dabei handelt es sich um ein großräumiges Windsystem in der Stratosphäre, das kalte Luft rund um die Arktis einschließt. Werden die Westwinde schwächer, kann sich die Zirkulation verändern. Dadurch steigt unter bestimmten Bedingungen die Wahrscheinlichkeit, dass arktische Kaltluft weiter nach Süden gelangt und Mitteleuropa erreicht.
Schnee bis ins Flachland?
Für Österreich ist vor allem entscheidend, wie sich die Wetterlage im November entwickelt. Strömt kalte Luft aus dem Norden ein und treffen gleichzeitig feuchte Luftmassen auf die Alpen, kann es in den Bergen schneien. Bei entsprechend niedriger Schneefallgrenze wäre auch Schnee in tieferen Regionen möglich. Eine Störung des Polarwirbels allein bedeutet allerdings noch keinen Schneefall.
Die Prognose bleibt daher unsicher. Selbst bei einem geschwächten Polarwirbel kann Österreich längere milde Abschnitte erleben. Erst wenn sich die Großwetterlage konkretisiert, lässt sich besser einschätzen, ob der November tatsächlich einen frühen Wintereinbruch bringt.
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