Neuer Chef

Mattel senkt Prognose vor Weihnachtsgeschäft

Eingang der Mattel-Firmenzentrale mit großem roten "MATTEL"-Schriftzug und Palmen im Vordergrund.
© Getty Images
Der US-Spielzeughersteller Mattel hat vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr gesenkt.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit einem Umsatzwachstum zwischen einem und vier Prozent, teilte der Anbieter von Barbie-Puppen am Donnerstag mit. Zuvor war ein Plus von drei bis sechs Prozent erwartet worden. Der bereinigte Jahresgewinn soll zwischen 1,05 und 1,20 Dollar pro Aktie liegen, nach bisher 1,27 bis 1,39 Dollar.

Die Spielzeugbranche leidet derzeit unter einer schwachen Nachfrage, da US-Verbraucher wegen gestiegener Energiekosten ihre Ausgaben einschränken. Im abgelaufenen dritten Quartal stieg der Umsatz um vier Prozent auf 1,81 Milliarden Dollar. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge jedoch mit 1,84 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag mit 1,30 Dollar je Aktie über den erwarteten 94 Cent.

Mattel besitzt unter anderem Barbie, Hot Wheels und UNO

Die Prognosesenkung fällt in eine Phase des personellen Umbruchs bei Mattel. Der neue Vorstandschef Roger Lynch hat sein Amt Anfang der Woche angetreten und folgt auf den langjährigen Konzernchef Ynon Kreiz. Lynch erklärte, er wisse genau, wo sich das Unternehmen verbessern müsse. Er wolle die Mittel auf die aussichtsreichsten Geschäftsfelder konzentrieren. Mattel setzt darauf, Marken wie Barbie, Hot Wheels und UNO stärker im Unterhaltungs- und Lizenzgeschäft zu vermarkten. So soll der Konzern jenseits des klassischen Spielzeugverkaufs wachsen.

Neben Lynch gibt es weitere Wechsel in der Führungsetage. Peter Griffith löst Paul Ruh als Finanzchef ab. Steve Totzke wird am 11. November operativer Chef. Die neue Führung steht zudem unter dem Druck von Aktionären wie Ariel Investments und Southeastern Asset Management. Diese dringen darauf, strategische Alternativen bis hin zu einem Verkauf des Unternehmens zu prüfen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden