Mega-Streik

Italien: Wut-Demos rollen schon durch 50 Städte

Viele Menschen nehmen an einem Protestmarsch in Rom gegen die hohen Lebenshaltungskosten teil.
© IMAGO/Independent Photo Agency I
Hunderttausende Menschen – die Gewerkschaften sprechen sogar von einer Million Demonstranten – ziehen im Mega-Protest durch das Land.
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Ausnahmezustand in Rom, Mailand, Neapel und Turin und vielen anderen Städten in Italien.

Verletzte in Vicenza und Mestre

Obwohl die Gewerkschaften im Vorfeld einen umfassenden Generalstreik (sciopero generale) angekündigt hatten, blieb ein echter, flächendeckender Generalstreik aus. Dennoch kam es heute zu erheblichen Zusammenstößen.

Die Proteste richten sich gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die Aufrüstungspolitik. In Mailand blockierten nach Angaben der Veranstalter mehr als 30.000 Demonstrierende die östliche Stadtumfahrung.

Demonstranten verbrennen Gegenstände auf der Straße bei einem Protest in Neapel, Italien.
In Neapel kam es zu Verbrennungen von Bildern der Regierung. © IMAGO/Brazil Photo Press

In Rom und Mailand wurden sensible Zonen und historische Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum und der Dom durch ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften besonders geschützt. Zudem galt ein landesweites Vermummungsverbot (keine Helme oder Kapuzen).

Während die Proteste größtenteils friedlich verliefen, kam es in Städten wie Turin, Genua, Mestre und Vicenza zu Rangeleien und Zusammenstößen mit der Polizei, bei denen es auf beiden Seiten vereinzelte Verletzte und Festnahmen gab.

In Mestre und Vicenza nach ersten Angaben zehn Polizisten und drei Demonstranten verletzt. Eine Person wurde von einer Tränengasgranate am Kopf getroffen.

In Neapel und Padua wurden Banner und Bilder von Regierungsmitgliedern verbrannt.

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