"Sommergespräch"

Frage "zu blöd": Heftiger Kickl-Streit mit Stribl im ORF

Ein Mann im Anzug spricht während einer Veranstaltung, Hintergrund unscharf mit Pflanzen.
© APA/HANS KLAUS TECHT
Beim Thema AfD ging es im ORF-"Sommergespräch" streckenweise heiß her.
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FPÖ-Chef Herbert Kickl sorgte im ORF-"Sommergespräch" gleich für mehrere Aufreger: Den Klimawandel den Menschen zuzuschreiben, sei fast schon "Gotteslästerung", "Remigration" - ein umstrittener Begriff, der von den anderen Parteien abgelehnt wird - soll in die Verfassung geschrieben werden und auch mit Moderatorin Simone Stribl geriet er phasenweise ordentlich aneinander.

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Vor allem bei einer Frage zur AfD zeigte sich Kickl empört. Stribl fragte in Bezug auf Abschiebungen und "Remigration": "Ihre Schwesterpartei, die AfD in Deutschland, sagt immer wieder, dass 60 Millionen Menschen in Deutschland genug sind. Es braucht nicht 83 Millionen. Österreich hat neun Millionen Einwohner. Wie viele weniger sollen es denn bei uns sein".

"Ist Ihnen das nicht zu blöd?"

Der FPÖ-Chef reagierte genervt: "Ist Ihnen das nicht zu blöd? Ist Ihnen das wirklich nicht zu blöd?". Stribl konterte, dass sie nur frage und Kickl ja viele Gemeinsamkeiten mit der AfD habe. Kickl: "Ich habe aber auch viele Unterschiede zur AfD".

Ein Mann und eine Frau sitzen sich bei einem Fernsehinterview im Freien an einem Tisch gegenüber.
FPÖ-Chef Herbert Kickl und ORF-Moderatorin Simone Stribl. © APA/HANS KLAUS TECHT

Und weiter: "Ich kann mit dieser Frage nichts anfangen. Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber die ist derartig unqualifiziert, dass das unwürdig ist für den ORF. Das sage ich Ihnen schon. Wollen Sie mir jetzt ernsthaft unterstellen, dass ich Menschen zuhauf aus Österreich deportieren will?"

"Man kann auch blöd fragen - mit Verlaub!"

Stribl versuchte, die Situation zu entschärften, betonte erneut, dass sie ja nur gefragt habe, wie viele Menschen er in Österreich als Einwohner sehe. Kickl ließ sich dadurch aber nicht beruhigen: "Haben Sie da jemals von der FPÖ irgendetwas gehört, dass wir gesagt hätten, wir brauchen irgendwo eine Obergrenze oder mehr dürfen es nicht sein? Ich weiß gar nicht, wie man auf so eine blöde Frage kommen kann - mit Verlaub!".

Stribl verwies erneut auf die vielen Gemeinsamkeiten mit der AfD und dass daher die Frage auch berechtigt sei. Kickl schoss zurück: "Ja, man kann schon fragen, aber man kann auch blöd fragen - mit Verlaub!".

"Diskutieren Sie das bitte mit dem"

Am Ende rät Kickl der Moderatorin noch, einen Vertreter der AfD einzuladen: "Diskutieren'S das bitte mit dem". Er sei der Parteiobmann der Freiheitlichen Partei.

Die Frage betraf allerdings die Position der FPÖ zu dem Thema.

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