Entscheidung steht

Bayern-Knall! Kompany setzt Neuer auf die Tribüne

Zwei Männer im Bayern-München-Trainingsoutfit stehen auf einem Fußballfeld im Stadion.
© Getty Images
Nach dem bitteren Auftritt von Manuel Neuer am Wochenende in Augsburg wird er in der Champions League nicht das Tor des FC Bayern München hüten.
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Manuel Neuer ist seit vergangenen Samstag der Torhüter, der das schnellste Gegentor in der deutschen Bundesliga kassiert hatte. Nach acht Sekunden schlug es im Münchner Kasten ein. Augsburg-Stürmer Robin Fellhauer nutzte ein Blackout des 40-jährigen Goalies eiskalt aus.

Seitdem ist in Deutschland wieder eine Diskussion entbrannt, ob die Zeit von Manuel Neuer nicht schon längst vorbei ist. Erstmals forderten die Bayern-Fans lautstark, dass der designierte Neuer-Erbe Jonas Urbig eine endgültige Beförderung ins Bayern-Tor herhalten soll.

Bereits am Dienstag (ab 21.00 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) wird der Wunsch der Anhänger klar. Cheftrainer Vincent Kompany bestätigte die Entscheidung bei der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel bei Viking Stavanger.

Neuer verletzt

Es handelt sich dabei allerdings keineswegs um eine sportliche Entscheidung. Neuer hat Probleme mit dem Fuß und konnte auch das Abschlusstraining im hohen Norden nicht absolvieren. Deshalb wird er auch nicht auf der Ersatzbank sitzen, sondern muss sich das Spiel voraussichtlich von der Tribüne aus ansehen.

Jonas Urbig steht am Dienstag auch im Bayern-Tor.
Jonas Urbig steht am Dienstag auch im Bayern-Tor. © Getty Images

Kompany weiß nicht, ob der 40-jährige Star-Keeper überhaupt  im Kader stehen wird und erklärt: "Wenn er gestern nicht trainiert hat, heute nicht trainiert, dann hat es jetzt in dieser Phase der Saison auch keinen Sinn, dass wir da irgendwie unnötig Risiko eingehen."

Ungewohntes Terrain

Im Südwesten Norwegens absolvieren die Münchner laut Vereinsangaben das erst zweite Pflichtspiel auf diesem Belag. Im November 2006 gab es ein 2:2 bei Spartak Moskau. Das ungewohnte Terrain veranlasste Kompany zur Änderung der gewohnten Reiseabläufe. Statt zu Hause auf dem saftigen Grün wurde das Abschlusstraining vor Ort auf dem ungewohnten Untergrund angesetzt.

Bayern-Coach Vincent Kompany.
Bayern-Coach Vincent Kompany. © EPA

"Ich habe in 20 Jahren Karriere nie auf Kunstrasen gespielt", erklärte Kompany. Laimer und Co. sollten sich ein Gefühl für Boden und Schuhwahl verschaffen, Antworten habe er selbst auf diese Fragen auch noch nicht. "Aber ob Wind, Regen oder Sonne, egal ob in Amerika in Carolina mit 45 Grad oder in Stavanger mit minus fünf Grad auf Kunstrasen, das ist für mich alles egal. Ich möchte gerne, dass wir überall Bayern sind", forderte Kompany.

Norweger heimstark

Zwar hat der norwegische Meister, der beim VfB Stuttgart im September mit 1:3 verlor, in der heimischen Lyse Arena seit August 2025 lediglich ein Pflichtspiel vor eigenem Publikum nicht gewonnen. Rund 45 Minuten Autofahrt und einen schönen Aufstieg entfernt von der atemberaubenden Klippe des Preikestolen, wo Tom Cruise eine der bekanntesten Actionszenen aus der Reihe "Mission: Impossible" drehte, ist der nächste Bayern-Sieg in der Ligaphase aber alles andere als ein unmöglicher Auftrag.

"Ich gehe davon aus, dass man auch auf einem Kunstrasen sehr guten Fußball spielen kann", sagte Joshua Kimmich. Nach dem 5:0 zum Auftakt der neuen Königsklassen-Saison gegen FK Bodö/Glimt vor einem Monat streben die Münchner gegen das Team des Trainerduos Bjarte Lunde Aarsheim und Morten Jensen den nächsten Erfolg an. "Unsere Norwegen-Wochen gehen weiter", sagte Eberl. "Wir müssen und wollen das Spiel gewinnen, um gut in die Champions League reinzustarten."

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